FAQ

 

Wer ist Frauenhorizonte – Gegen sexuelle Gewalt und was macht der Verein?

Der Verein Frauenhorizonte ist eine Beratungsstelle in Freiburg, der Mädchen und Frauen unterstützt, die eine Vergewaltigung oder versuchte Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexuelle Belästigung oder andere Formen sexualisierter Gewalt im Erwachsenenalter oder als junge Frau erlebt haben – egal, ob die Tat gerade erst geschehen ist oder schon länger zurückliegt.

Bei Frauenhorizonte berät ein professionelles Team aus Sozialpädagoginnen und Psychologinnen, die speziell für die besondere Situation von Frauen und Mädchen mit sexualisierten Gewalterfahrungen ausgebildet sind.

Hauptamtliche Mitarbeiterinnen sowie eine permanent erreichbare Rufbereitschaft garantieren betroffenen Frauen eine empathische Begleitung und Betreuung ab dem Moment der Kontaktaufnahme.

Was ist das Angebot von Frauenhorizonte und an wen richtet es sich?

Frauenhorizonte ist eine Akut-Beratungsstelle, die per Telefon jederzeit erreichbar ist. Die Beratung findet in der persönlichen Beratung, am Telefon und seit Juli 2017 auch als Online-Beratung statt.

Je nach Situation erhalten die Klientinnen psychosoziale Beratung oder therapeutische Begleitung. Es bestehen enge Kooperationen mit Organisationen, die für weiterführende Themenfelder zuständig sind.

Mädchen und Frauen finden Unterstützung in der Begleitung zu Ärztinnen, zur Polizei und zu Gericht sowie zur Rechtsberatung mit Anwältinnen.

Die Angebote richten sich an alle betroffenen Frauen, unabhängig von Herkunft, Lebensform und Behinderung sowie an deren Angehörige, Freund_innen und Fachkräfte.

Frauenhorizonte arbeitet auf Wunsch anonym, immer kostenlos und stets vertrauensvoll.

Was ist sexualisierte Gewalt?

Sexualisierte Gewalt bedeutet für jede Frau und für jedes Mädchen eine Verletzung ihrer Persönlichkeit und körperlichen Unversehrtheit. Ihr wird der Wille einer anderen Person mit Gewalt aufgezwungen - und dies im äußerst sensiblen Bereich ihrer sexuellen Selbstbestimmung.

Grenzüberschreitungen aufgrund des Geschlechts begegnen Frauen in vielerlei Erscheinungsformen: Hinterherpfeifen, verbale Anmache auf der Straße, Bemerkungen zu Busen und Po, Lächerlich machen, Telefonterror bis hin zu sexualisierter Gewalt und Vergewaltigung.

Wann kann/soll/darf Frauenhorizonte kontaktiert werden?

Frauenhorizonte richtet sich an Betroffene von sexualisierter Gewalt sowie deren soziales Umfeld. Die Kontaktaufnahme für alle soll möglichst niederschwellig sein. Besser einmal öfter anrufen, als einmal zu wenig. Die Telefonnummer ist 24 Stunden am Tag besetzt, 7 Tage die Woche, auch an Feiertagen.

Für Akutfälle ist ein Anruf der unmittelbare Weg. Für Rückfragen bei Verunsicherung oder Terminvereinbarung können auch der Mailverkehr oder die Online-Beratung genutzt werden.

Was passiert konkret, wenn man sich im Akutfall an Frauenhorizonte wendet?

Im Akutfall steht eine professionell ausgebildete Fachfrau für sofortige Hilfe zur Verfügung. Welche Schritte eingeleitet werden, bestimmt die betroffene Frau selbst. Es geschieht nur, womit die Betroffene einverstanden ist: Begleitung in die Frauenklinik, zur Spurensicherung für die Verwertung der Gerichtsmedizin, Begleitung zur Kripo.

Es kann auch lediglich eine telefonische Beratung oder ein Termin für eine erste Beratung vor Ort in den Räumlichkeiten von Frauenhorizonte vereinbart werden, ob für die anrufende Klientin oder eine anderweitig anrufende Person aus deren Umfeld.

Wie geht es nach der Erstaufnahme weiter?

Nach der Akuthilfe oder einer telefonischen Bestandsaufnahme bietet Frauenhorizonte weiterreichende Begleitung an, in Form von therapeutischer oder psychosozialer Beratung aber auch für Amtsgänge und zur Vorbereitung für einen Gerichtsprozess.